Donnerstag, 21. August 2014

Nichts.

Und alles über die Tiefe.


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Ich genieße weiterhin schweigend, halte mich zurück (da geht aber noch mehr, das will ich ausloten), riskiere hin und wieder einen Blick (riskant deshalb, weil immer (noch) die Gefahr des Haftenbleibens und des damit einhergehenden Verlusts droht, ja, so ist es für mich), ich übe noch, ich erkläre (mich) nicht, ich bin eigentlich gar nicht da ...

Seid nicht böse/traurig/enttäuscht, wenn ich auf Texte und Kommentare derzeit nicht reagiere.

Ein wunderschönes Gedicht, lieber Tinius. Wie eine Blüte, ein Ebenbild der Sonne ...
Das musste kurz raus und hinein in den Garten. 

Dienstag, 5. August 2014

Sehnsucht nach Landschaft in weiterem Sinne

"Das Internet unterfordert mich."





oder: Wie ich einmal einen umfangreichen Text zur Ankündigung und Erläuterung einer zeitlich nicht näher festgelegten Blog- und Twitterpause auf einen einzigen Satz reduzierte.


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Wer während meiner Pause mit mir in Kontakt treten möchte, kann dies jederzeit und vorbehaltlos per E-Mail tun.

Donnerstag, 31. Juli 2014

Notiz an mich:

Unbedingt etwas von Violette Leduc lesen!

Sobald ich irgendwo irgendeinen Titel ergattern kann. Am liebsten Die Bastardin. Nein, am liebsten alle.

Nachdem ich gestern im Film war:








Großartig. Fand ich. 

Wäre dieses "hat mich sehr berührt" nicht schon so abgenutzt, würde ich es an dieser Stelle gebrauchen. Vielleicht sage ich stattdessen "hat mich angefasst, und zwar angenehm schamlos, und nicht mehr losgelassen" - so in etwa.

Mittwoch, 30. Juli 2014

Wie blütest du so blaue (Romantisches Lied des Baumes an die Blume)


Wie blütest, ach, wie blütest du so blaue!
Ich wurzle und ich wipfle und ich schaue
hinab: du halmst empor, und hin und wieder
beug ich mich ästelnd, zweigelnd zu dir nieder;
dann blättern wir einander, sommern wild;
ich baume dich, du wunderblumst mich mild.
Und wie wir da so voneinander zehren,
wird's weit in uns: wir sternen und wir meeren,
wir monden, welten, raumen, und wir zeiten
und meistern uns im Endlichkeiten weiten,
bis wir zurück ins Erdenfeste branden
und - salzig noch und himmelnd - wieder landen.

Sonntag, 27. Juli 2014

Missverständnisse

"Ich liebe dich so wie du bist", hatte er zu ihr gesagt. 
Seitdem wagte sie keine neuen Facetten mehr zu zeigen. 
Da hielt er sie irgendwann für tot.

Mittwoch, 23. Juli 2014

Wir sind Gärten

Die Kreisbewegung ist unseren Fingern eingeschrieben. Wir massieren zärtliche Spuren in den Grund. Alle Häute werden markiert. Wir malen eine unendliche Acht, lassen sie, ohne abzusetzen, in eine Spirale übergehen. Geschwungene Blüten, Ornamente auf braunen Brüsten, Muster, die uns eingeboren sind. Wir entstammen einer fremden Kultur, zeichnen mit spitz zugeschnittenen Halmen. Drücken wir ein wenig fester, quillt unser Erbe in tintenblauen Tröpfchen durch die Haut aufs Papier.

Wir sind Gärten. Wir wachsen und wuchern und fürchten den Gärtner mehr als schweres Wetter. Wir sterben mehrfach, sinken zu Boden, sickern tief in den Grund, werden Nahrung und keimen und blühen erneut.  Wir sind endloses Werden. Wir sind in uns verschlungen, in jeglicher Deutung.

Was du siehst, wenn du mich ansiehst, ist ein Wunsch. Ob du ihn erkennst, ist eine andere Frage. Sie ist nicht wichtig. Nie sind die ersten Fragen wichtig. Alles worauf es ankommt, wartet geduldig, bis der Platz geräumt ist. Dann.

Die Kreisbewegung ist unseren Fingern eingeschrieben. Wir legen zärtliche Spuren auf Schultern und Schenkel. Wir sammeln Küsse ein und mischen sie unter die anderen Farben auf unserer Palette. Wir geben nicht auf, geben alles her. Wir sind die schönsten Geschenke, die wir uns machen können.

Wir sind Gärten.  Wir sind die Nischen in den Gärten. Wir sind die blauen Bänke in den Nischen in den Gärten. Wir sind die Besucher auf den Bänken in den Nischen in den Gärten. Wir sind die Träume der Besucher auf den Bänken in den Nischen in den Gärten. Wir sind die Gärten in den Träumen der Besucher auf den Bänken in den Nischen in den Gärten.

Wir sind die Kreisbewegung in unseren Fingern und das Pochen, wenn sie sich treffen unter der wild wuchernden grünen Haut.


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Das jüngste Traumbild von Melusine gefällt mir sehr, hat etwas in mir angestoßen, etwas Vertrautes und war dadurch Mitauslöser meines frei wuchernden Textes. Thx!

Mittwoch, 16. Juli 2014

Unversöhnlich

Wir gingen weiter
bis über den Rand
unsere Jahre
fielen zuerst
wir landeten hart
auf kalten Spiegeln
mit Fäusten aus Silber
mit Mündern aus Gold
mit Seelen aus Stein
und Staub