Mittwoch, 25. Februar 2015

To Do Today:

– Wäsche waschen

– Brot backen

– Blumen gießen

– Bügeln

– Packen (s. Liste)

– alle Akkus laden (die der unverzichtbaren Geräte; mein eigener ist dann ab morgen dran)

– Vorfreuen



Montag, 23. Februar 2015

AMNESTY INTERNATIONAL: URGENT ACTION: DREI SCHWESTERN "VERSCHWUNDEN"

(Text: ai)
Am 15. Februar wurden in den Vereinigten Arabischen Emiraten drei Frauen Opfer des Verschwindenlassens, ein Verbrechen nach dem Völkerrecht. Zu ihrer Familie konnten sie keinen Kontakt aufnehmen. Es besteht die Gefahr, dass sie gefoltert oder anderweitig misshandelt werden. Der Bruder der Frauen ist ein gewaltloser politischer Gefangener.
Die drei Schwestern Asma, Mariam und Alyaziyah Khalifa al-Suwaidi wurden am 15. Februar gegen 16:00 Uhr von Staatsicherheitsbeamt_innen angerufen und zum Verhör auf das Polizeirevier von Abu Dhabi vorgeladen. Die Schwestern kamen der Vorladung nach und sind seitdem nicht mehr nach Hause gekommen. Ihre Familie hat über den Verbleib der drei Frauen keinerlei Informationen erhalten. Gegen 21:00 Uhr am Folgetag erhielt ihre Mutter einen kurzen Anruf von jemandem, der behauptete, er sei von den "Sicherheitsbehörden". Er teilte mit, den Töchtern gehe es gut. Weitergehende Angaben machte er nicht. Die Familie geht davon aus, dass den drei Schwestern der Zugang zu einem Rechtsbeistand verwehrt wird.
Die drei Schwestern hatten sich über das soziale Netzwerk Twitter friedlich für ihren Bruder eingesetzt, den gewaltlosen politischen Gefangenen Dr. Issa al-Suwaidi. Sie hatten dort auf das unfaire Gerichtsverfahren und die Menschenrechtsverletzungen aufmerksam gemacht, deren Opfer ihr Bruder in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) geworden war.
Amnesty International befürchtet, dass die drei Schwestern wegen der Onlinefürsprache für ihren Bruder inhaftiert worden sind.


Hier kann man mit einem Klick eine vorformulierte e-mail verschicken und weitere Informationen finden.


*


Ich weise hier regelmäßig auf Eilaktionen von Amnesty International hin. Diese sind 
„ein effektiver Weg, um akut bedrohten Menschen das Leben zu retten. Sie sind die denkbar schnellste Form der Intervention: Wenn Amnesty von willkürlichen Festnahmen, Morddrohungen, Verschwindenlassen, Folterungen oder bevorstehenden Hinrichtungen erfährt, startet die Organisation eine Urgent Action.
Binnen weniger Stunden tritt ein Netzwerk von fast 80.000 Menschen in 85 Ländern (in Deutschland 10.000) in Aktion: Diese Aktivisten und Aktivistinnen appellieren per Fax, E-Mail oder Luftpostbrief an die Behörden der Staaten, in denen Menschenrechte verletzt werden. Bei den Adressaten gehen Tausende von Appellschreiben aus aller Welt ein. Es ist dieser rasche und massive Protest, der immer wieder Menschenleben schützt.
Unzählige Personen - von China bis Chile, von Syrien bis Simbabwe - konnten seit der ersten Urgent Action im Jahr 1973 gerettet werden. Allein im Jahr 2007 hat Amnesty International 350 neue Eilaktionen gestartet - etwa 35 Prozent davon zogen positive Meldungen nach sich: Freilassungen, Hafterleichterungen, die Aufhebung von Todesurteilen oder auch Anklagen gegen die Verantwortlichen von Menschenrechtsverletzungen." (ai)
Mehr Informationen hier.

Samstag, 21. Februar 2015

Ziemlicher Plöhzinn (autiture écromatique en dialogue)

Sag:

...


vom einflussfreien – nicht zu verwechseln mit dem inspirationslosen! – Schreiben


(mach mal die Ausrufezeichen weg!)

Du

Ja?

Das ist kein richtiges Gespräch

Schon klar, es gibt eben kein richtiges im falschen

Und jetzt mal was Eigenes, hopp!

(Ich hatte doch gesagt, mach mal die Ausrufezeichen ...)

!!!

weg

Weg

Findest du, André Breton hatte recht?

Die Frage geht ja mal gar nicht, aber sowas von. Point.

Findest du, er hatte ...

... Spaß, ja, vielleicht, oder Leere, genügend, um daraus etwas beliebig Anzufüllendes zu schöpfen, Lust, unbedingten (Kunst)Willen, was weiß ich


herrje, das versteht doch keiner und keine


Hat er uns beeinflusst?

Ist das fragenswert?


irgendwaswer wird hier grade total überbewertet, 
möglicherweise wirunserZeug von uns selbst


*reeeeeeeeeeeeeeeeeewind*: Sag:

...

Soweit waren wir eben auch schon

Das liegt an der Schleife Komma Endlos-

Hm... *rumdrucks*

Was??

Traust du dich, das zu veröffentlichen?

Klar, raus damit, vor die Tür, an die Luft, den Vögeln zum Fraß

oder den Mutanten

den Muta... ??

Haha (bedank dich bei André)

Ich weiß nicht ...

Na, dann ist doch alles gut

.... ich finde, das ist ziemlicher Plöhzinn

Woohoo(!)

Freitag, 20. Februar 2015

Lust auf anachronistischen Frühling?

"Man ist so alt wie man sich fühlt." Eigentlich ein komischer Satz, oder? 
Es gab eine Zeit, vor ein paar Jahren, da war ich Mitte vierzig und fühlte mich einen Sommer lang wie fünfzehn. Aufwühlend, aufregend, aber auch ein wenig absurd war das. Dennoch schön, so im Rückblick.
Heute denke ich: "Ich fühle mich so alt wie ich bin." Und meine damit nicht, dass ich mich alt fühle, sondern dass die Zahl absolut nichts über einen Zustand aussagt, aber viel über einen zurückgelegten Weg. Auf den blicke ich zurück und bin größtenteils froh, dort angekommen zu sein, wo ich jetzt bin. Und auch hier muss ich einem möglichen Missverständnis vorbeugen: Ich meine damit nicht, dass ich froh bin, das Vergangene (endlich) hinter mir zu haben, schließlich gab es neben allem Schwierigen mindestens genauso viel Schönes. Ich meine damit vielmehr, dass ich zunehmend das Gefühl habe, meine eigene Gangart gefunden zu haben. (Die Gangart ist der Weg ist das Ziel.) Das Gefühl, mich loslösen zu können von Erwartungen und Konventionen und also auch von mit einem bestimmten Alter verbundenen Zuordnungen. Sie jucken mich nicht (mehr).

Dass ich hier darüber schreibe, verdankt sich zum Teil einem Tweet, den ich vorgestern las und der sehr treffend auch mein derzeitiges Lebensgefühl auf den Punkt bringt:

"Und jetzt werde ich all das tun, wofür ich früher zu alt war."
(Thx to @ScuraChiara !)

Ich schrieb hier schon des öfteren über Selbsterlaubnisse, manche davon schwer errungen, inzwischen immer selbstverständlicher für mich, mit weniger inneren und äußeren Kämpfen verbunden. 
Ich befinde mich in Aufbruchstimmung, denke über Wohnort- und Arbeitsplatzwechsel nach, über Reisen, über Dinge, die ich seit langem vor mir herschiebe und jetzt endlich tun will, über Loslösungen und Neuverbindungen ... 
Die Amsel auf dem Balkon erzählt vom realen nahen Frühling. Auf den freue ich mich, auf Erwachen und junges Grün. Und es macht mir Lust auf einen anderen Frühling, einen ganz und gar anachronistischen Lebensfrühling. Yes!

Donnerstag, 19. Februar 2015

Meine Stadt zieht an mir

Meine Stadt zieht an mir. Ganz unglaublich tut sie das. Was soll ich davon halten? Alles wiederholt sich, so scheint es mir, über die Generationen hinweg. (Oder durch sie hindurch?) Sollte ich nun ebenfalls ..., genau wie sie damals ...?

Im Gespräch dröselt R. mir auf, dass es sich nicht um eine Wiederholung handeln muss, beziehungsweise vielleicht eine in äußeren Details, aber keine in den wesentlichen inneren Entwicklungen. (Ich muss hier leider ein wenig in Rätseln sprechen, will ich das allzu Private vermeiden.) Ich bleibe misstrauisch, mir und meinen tiefsitzenden Motiven gegenüber. Um mir einen Beweis zu liefern, befragt R. mich ausführlich und fertigt nach meinen Angaben eine grafische Darstellung, eine Art Genogramm. Darin kommt deutlich zutage, welche Abweichungen es gibt, wie originär mein Weg ist, trotz nicht zu leugnender Parallelen. Das überzeugt mich. Kein Grund zur Panik also. Insgeheim fürchtete ich, ich würde nicht wirklich meinen eigenen Weg beschreiten, sondern den einer/der anderen wiederholen oder fortsetzen. Dem ist nicht so.
(Diese Furcht vor Beeinflussung, dieser dringende Wunsch nach Freiheit, von und zu.)

Meine Stadt darf also ruhig an mir ziehen. Ich lasse es zu, will dem großen Fluss folgen, meerwärts. Es manifestiert sich ein Wunsch in mir, und mit ein wenig Glück wird daraus ein Plan wird daraus eine Tat. Dieses Quäntchen Glück in Form einer sich öffnenden Tür, das brauche ich noch.